Jan am Anstieg der Königsetappe im Atlas-Gebirge — Bikepacking Marokko

Be a Wise Donkey

1.000 Kilometer durch Atlas & Antiatlas

Jasper Korth · November 2025 · Marokko

iPhone 17 Pro · Olympus mju II · Kodak Vision3 250D

Ein Bikepacking-Tagebuch in 12 Kapiteln

1.000+
Kilometer
15.294
Höhenmeter
11
Tage
10
Etappen

Von Beni Mellal durch das Atlas-Gebirge bis nach Agadir. Über Pässe auf 3.005 Metern bei –3 °C, durch vertrocknete Oasen und Austern-Berge im Antiatlas. Berber-Omelette am Straßenrand und das beste Frühstück der Stadt in Ouarzazate. Drei Fahrräder, zwei Kameras, ein Hund der uns 15 Kilometer verfolgte — und ein Kellner, der sich selbst als weisen Esel bezeichnete.

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Critical Brake Failure

Vor nicht mal 24 Stunden bin ich tausend Tode gestorben.

Kurz vor Marrakesch legen wir eine Pause ein. Unser Fahrer, scheinbar gläubiger Moslem, muss sein abendliches Gebet ablegen. Danach, beim Anlassen des Motors erscheint „Critical Brake Failure. Stop Engine immediately" auf dem Fahrzeugdisplay. Unser Fahrer lacht, versucht den Rückwärtsgang einzulegen — vergeblich. Motor aus. Motor an. „Have you tried turning it off and on again?" schießt mir in den Kopf. Genau das macht er. Und voilà: kein Brake Failure mehr, Rückwärtsgang geht rein, und wenig später schießen wir mit 160 km/h die Berge hinab, schlängeln uns durch das Verkehrschaos in Marrakesch in Richtung Beni Mellal. Unser Fahrer hat wohl zu Gott gefunden, und wir nach über 6 Stunden den Startpunkt unserer 1100 km langen Reise durchs Atlas Gebirge.

Flughafen Hamburg beim Abflug nach Marokko
Ankunft am Flughafen Agadir, Marokko
Ausblick aus dem Fenster in Beni Mellal am frühen Morgen

Ich werde morgens geweckt vom Gesang des Muezzin. Für die nächsten elf Tage muss ich mich zum Glück in kein Auto mehr setzen.

Wir drei

Jasper Jan Katharina
Räder aufbauen vor der Bikepacking-Tour in Marokko
Die ersten Kilometer auf dem Rad in Marokko

Wir — das sind Jan, Katharina und ich. Jan und Katharina bringen bereits Erfahrung im Ultra-Bereich mit. Ich bin eigentlich auf der Rundstrecke zuhause, wollte mich aber im Bikepacking probieren.

Katharina am ersten Tag vor einem Stausee bei Beni Mellal

Der Plan: ein großer Loop von Beni Mellal bis nach Agadir, wo der Rückflug wartet. 10 Etappen, 11 Tage. Geschlafen wird nicht in Hotels — mit einer Ausnahme — sondern in Berber-Hütten und kleinen Herbergen, geführt von Einheimischen in Dörfern, die auf keiner Touristen-Karte stehen. Gebucht haben wir immer erst am Abend vorher.

Warum Beni Mellal? Dort startet auch das Atlas Mountain Race, eines der bekanntesten Ultra-Rennen mit atemberaubender Landschaft abseits der Hauptstraßen Marokkos. Die AMR-Route war uns für den Anfang eine Nummer zu viel — also planten wir unsere eigene, einfachere Tour. Einfacher. Dachten wir.

Fahrt Richtung Sonnenuntergang am ersten Tag der Bikepacking-Tour

Die Lehmhütte

Am allerersten Tag hingen wir hinter dem Zeitplan. Fremdes Land, Knieschmerzen und Restkrankheit hinderten uns daran, unser geplantes Tempo zu fahren. Eine Tour am Rechner zu planen, 3.000 Kilometer entfernt und ohne Streckenkenntnis — das funktioniert mäßig. Wir hatten uns um vier Stunden verschätzt.

Es wurde dunkel. Irgendwo im Nichts tauchte eine kleine Lichtquelle auf — eine Unterkunft. Wir gingen zur Rezeption, sagten, dass wir eine Reservierung für drei haben, und wurden mit fragenden Blicken angeschaut.

Die Lehmhütten unserer ersten Unterkunft in den Bergen
Die richtige Unterkunft lag drei Kilometer weiter. Mit 200 Höhenmetern nach oben.
3 KM 200 HM 35 MIN Komplette Finsternis
Ausblick auf ein kleines Dorf in den Bergen des Atlas

Wir legten die drei langsamsten Kilometer unseres Lebens zurück, verfluchten uns 35 Minuten lang und wogen permanent ab, einfach runterzurollen und unten einzukehren. Komplette Finsternis, loser Schotter, kein Mondlicht. Nur drei Lichtkegel und gefühlt ein nicht endender Berg.

Doch oben angekommen stand eine Hütte auf einem Hügel mit Blick auf die Berge. Geschlafen wurde nicht drinnen, sondern in selbsterrichteten Lehmhütten. Die Matratzen waren perfekt, das Essen reichlich, und wir hatten Gesellschaft von marokkanischen Motorradfahrern.

Atlas

Im Atlas ändert sich hinter jeder Kuppe die komplette Landschaft. Das Gestein ist mal gelb, mal orange, mal rot, mal lila, mal schwarz. Die Häuser sehen entsprechend anders aus — einfache Lehmhütten, gebaut aus dem Stein, den der Berg zur Verfügung stellt. Die Pflanzen ändern sich, und je tiefer man ins Gebirge eindringt, desto weniger wächst. In dem einen Ort werden Autos zum Transport genutzt, im Nachbarort Esel. Die hört man abends und morgens auch schreien.

Katharina und Jan vor einer riesigen Felswand im Atlas-Gebirge
Ein Fremder schiebt sein Fahrrad den Berg hoch im Atlas-Gebirge

Es sind kaum noch Autos unterwegs. Die, die man sieht, sind wie aus einer anderen Zeit. Neuwagen sieht man keine — es ist für Touristen zu abgelegen. Ein alter VW Golf I überholt uns, gelegentlich ein alter Mercedes. Und je tiefer man ins Gebirge kommt, desto höher werden die Berge. Überquert man den einen Gipfel, so wartet schon der nächste direkt dahinter. Die ersten Tage geht es gefühlt nur in eine Richtung: bergauf.

Ab einer gewissen Höhe wachsen nur noch vereinzelte Sträucher. Und wenn man anhält, ist es so still, dass man das Blut in den Ohren rauschen hört. Nichts außer der Straße und ein paar Funkmasten, die auf Zivilisation hindeuten.

Fahrrad an einem Ortsschild auf einem Gipfel im Atlas, Kodak Film
Schneepanorama an der Königsetappe im Hohen Atlas

3.005 Meter

–3°C
135 KM
3.200 HM
10 STD

Tag 4. Bei –3 °C geht es los. Katharina muss wegen ihres Knies mit dem Taxi weiter — wir fahren mit dem Rad. Wir haben auf 1.800 Metern geschlafen, und müssen heut bis auf 3.005m rauf. 135km, 3.200hm in Summe.

Schon der erste Anstieg hat es in sich. Die Luft ist zu dünn, zu kalt. Jan und ich schauen uns ab und zu an, sprechen kaum. Wenn sich unsere Blicke treffen, lachen wir beide gequält. "Wir müssen das hier den ganzen Tag noch fahren" — zwei Dumme, ein Gedanke. Auf meinem Wahoo steht nahezu durchgehend +12 % Steigung. Die Luft ist zu dünn und zu kalt, um richtig zu atmen, und ich verwechsle häufiger meine Herzfrequenz mit meinen Watts.

Jan und Jasper auf dem Gipfel des Tizi al Hmed, 3.005 Meter

"Herzfrequenz mit Watts verwechselt"

Und dennoch genießen wir es. Dass wir zu wenig Luft bekommen. Dass das Herz aus der Brust springt. Dass die Beine platt sind. Und als wir oben am Tizi al Hmed ankommen, auf 3.005 Metern, eröffnet sich ein Panorama aus schneebedeckten Gipfeln, das uns beinahe vom Rad kippen lässt.

In diesem Moment, an Tag 4, bei –3 °C, war ich vollends in Marokko angekommen.
Ein Hund der uns 15 Kilometer durch die Berge begleitete

Die letzten 15 Kilometer verfolgte uns ein streunender Hund. Er kam aus dem Nichts und trottete uns stets im gleichen Abstand von vier bis zehn Metern hinterher. Er bellte nicht, er knurrte nicht. Er sah glücklich aus. Angekommen mit uns am Gipfel legte er sich in die Sonne und schlief.

Nach dem Gipfel ging es endlos bergab. Die Straße wurde zu unserem Glück gerade frisch geteert — allerdings standen hier und da noch große Bagger mitten auf der Fahrbahn. Locals in ihren Autos hupten uns zu, jubelten, zeigten den Daumen nach oben. Was die wohl gedacht haben müssen, fragten wir uns. Irgendwann eine riesige Felsschlucht, durch die auf der rechten Seite ein Aquädukt floss.

Riesige Felsschlucht mit Aquädukt auf der Abfahrt nach der Königsetappe
Jan bei Sonnenuntergang an der Königsetappe

Am Fuße des Berges angekommen, ging es noch 40 Kilometer Richtung Kalaat M'Gouna. Entlang eines ausgetrockneten Flussbettes, der abendlichen Sonne entgegen. Diese Straße hörte gefühlt nie auf, und ich wollte nur noch ankommen.

Am Ende des Tages: 135 Kilometer, über 3.200 Höhenmeter, zehn Stunden im Sattel. Wir erreichen Kalaat M'Gouna, die Stadt der Rosen, südlich des Atlas.
Die Hauptstraße nach Ouarzazate durch die Wüstenlandschaft

Mohammed

Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Ouarzazate. Katharina ist wieder dabei, das Knie hält. Eigentlich hatten wir eine reine Gravel-Etappe vor uns — doch wir planen um und weichen auf die Hauptstraße aus. Wir hatten zunächst Sorge, dass die Straße zu stark befahren ist. Aber kaum ein Auto überholte uns. Der Hamburger Deich ist dagegen die reinste Abwechslung. Mitten im Nichts dann irgendwann zwei Tore links und rechts der Straße — sie markieren den Ortseingang von Ouarzazate.

Das Tor zu Ouarzazate, Marokko — zwei Tore markieren den Ortseingang
Jan in einem Berber-Café in Ouarzazate, kalt im Schatten

Wir übernachten in einem kleinen Boutique-Hotel. Beim Frühstück gesellt sich Mohammed zu uns — Kellner und Mitarbeiter, seit zwanzig Jahren. Er bereitet uns frischen Orangensaft und Msemen zu, wie wir es noch nie gegessen hatten. Er ist neugierig. Wohin unsere Reise geht, was uns antreibt, warum man freiwillig auf einem Fahrrad durch die Berge fährt.

Nach einigem Hin und Her kommen wir auf ihn zu sprechen. Denn Mohammed spricht sieben Sprachen fließend — Arabisch, Berber, Französisch, Deutsch, Niederländisch, Italienisch, Englisch. Das macht wiederum uns neugierig.

Als kleiner Junge hat er immer Ärger bekommen, weil er nicht gut war in der Schule. Er war wütend — nicht weil ihn Lernen nicht interessierte, sondern weil er die Art des Lernens dort nicht verstand. Was ihn am meisten frustrierte: wenn Fremde ins Dorf kamen und er kein Wort mit ihnen wechseln konnte. Also brachte er es sich selbst bei. Über die Jahre, Sprache für Sprache. Sieben Sprachen, alle fließend.

Wir fragen ihn nach seiner Familie. Er hat zwei Töchter. Eigentlich wollte er eine dritte — im Islam steigert das die Chancen auf den Himmel. Wer drei Töchter großzieht, dem stehen drei Türen offen. Aber seine Frau wollte kein weiteres Kind. Und Mohammed sagt das ohne Bedauern — im Gegenteil. Er lehnt sich zurück und spricht über seine Frau, als würde er über etwas Heiliges sprechen. Insbesondere seine Frau sei das Herzstück von allem. Ohne sie würde nichts funktionieren — nicht er, nicht die Familie, nicht das Leben.

Seit zwanzig Jahren serviert Mohammed das beste Frühstück der Stadt. Reiche Gäste kommen und gehen. Er bleibt. Sein Gehalt reicht gerade zum Überleben. Alles, was er verdient, geht in seine Familie — damit seine Töchter ein besseres Leben haben als er.

Irgendwann fragt Jan ihn, wie er das aushält. Zwanzig Jahre im gleichen Hotel, das Beste geben, kaum etwas zurückbekommen. Mohammed überlegt kurz.

"You know the donkey? Donkey carry the fruit, but only eat the hay. He knows his place."

— Mohammed, Ouarzazate

Ab und zu kommen Gäste wie wir, sagt er. Gäste, die was zu erzählen haben, die wertschätzend sind, und von denen er etwas lernen kann.

"I am a wise donkey"
Mittagspause im Nirgendwo — Essen auf der Straße

Essen

Katharina und Jan an einem mobilen Café-Auto am Straßenrand
Kleiner Pausenspot mit Berber Omelette in den Bergen
Berber Omelette mit Kurkuma und Kreuzkümmel, marokkanisches Brot
Austernberge im Antiatlas-Gebirge — geschichtete Felsskulpturen

Antiatlas

Im Antiatlas sind die Veränderungen schleichender. Das Bild ist geprägt von dem, was ich selbsternannte Austern-Berge nenne — rund, geschichtet, fast skulptural. Hier wächst kaum etwas, wenn dann Sträucher und vereinzelte Bäume.

Man stößt öfter auf Oasen, wo einst Wasser floss — unzählige Palmen, und dann wieder für Kilometer nichts. Kamele auf offener Straße. Kaum Autos. Die Häuser sind moderner gebaut, aus Beton und Stahl, aber die meisten sind unfertig und dennoch bewohnt.

In einem dieser unfertigen Häuser übernachten wir bei Karim. Seine Frau wäscht uns die Wäsche — "gratis", sagt sie lächelnd, und am nächsten Morgen stehen 100 Dirham auf der Rechnung. Zum Abschied gibt sie uns zwei Kilo Datteln aus dem eigenen Garten mit. Karim beherbergt regelmäßig Teilnehmer des Atlas Mountain Race — sein Haus liegt direkt an der Einfahrt zur alten Kolonialroute, der letzte Ort zum Ausruhen für die nächsten 100 Kilometer.

Aussicht von Karims Dach über die Berge des Antiatlas

An einem Tag, an dem wir komplett durch Gesteinswüste gefahren sind, kommt plötzlich Le Paradis — eine nahezu lebensgefährliche Abfahrt, und dann: tausende Palmen. Den ganzen Tag nichts als Steine und Hitze, und dann steht man vor einer Oase, die ihren Namen verdient.

Jan auf einer endlos schlängelnden Straße im Antiatlas

Heimweh

Einzelner Telefonmast in der Einsamkeit des Atlas-Gebirges

An Tag 9 passiert etwas, das ich von jeder langen Reise kenne.

Die ersten Tage denke ich kaum an zuhause. Alles ist neu, alles ist aufregend. Neue Gerüche, neue Umgebung, neue Menschen.

Aber irgendwann schleicht sich der Alltag ein — selbst im Urlaub. Routinen entstehen und man erkennt, dass nicht alles um einen herum perfekt ist - und wie gut man es eigentlich zuhause hat.

Marokko 2025
Endlose Berge bis zum Horizont — Stille im Antiatlas
Das ist kein trauriges Gefühl. Im Gegenteil — für mich ist es eines der schönsten. Denn so weiß ich, dass ich mein Zuhause liebe. Dass ich weiß, was ich daran habe.

Der letzte Tag

Überall Zäune am letzten Tag der Bikepacking-Tour nach Agadir

Scheißstraße, Gestank, tote Tiere, viel Müll und teils unfreundliche Menschen.

Jan in einem kleinen Gîte in Taroudant am letzten Abend

Die finale Etappe von Taroudant nach Agadir. 95 Kilometer, die sich anfühlen wie 200. Überall Zäune, überfüllte Straßen, Hunde die hinterherrennen. Der Kontrast zu den zehn Tagen davor könnte nicht größer sein.

Rückblickend war es dann doch ein guter Tag, auf seine komische Weise. Denn er gehört genauso dazu wie alle anderen Tage auch — und hat nur einmal mehr unterstrichen, wie schön das Land sein kann. Und wie glücklich wir uns schätzen konnten, all die schönen Tage davor gehabt zu haben. Mit tollem Essen, Gastfreundschaft und fantastischer Landschaft.

Katharina und Jan mit dem Antiatlas-Gebirge im Hintergrund
Rose Backroad FF mit der kompletten Bikepacking-Ausrüstung an einer Hauswand

Gear

Rad
Ich hatte mein Rose Backroad FF dabei — eigentlich ein Race-Gravel-Bike, aber mit einem Spacer mehr unter dem Vorbau saß ich bequem genug, um den ganzen Tag drauf zu sitzen. Statt der 48/31-Kettenblätter holte ich mir von The Mechanic Parts eine 44/28, gepaart mit einer 11-36-Kassette. Die einzig richtige Entscheidung — denn Komoot hat uns des Öfteren "komooted" und Anstiege, die mit 7 % ausgeschrieben waren, überschritten nicht selten die 15 %.
The Mechanic Parts Kettenblätter 44/28 — die richtige Übersetzung für Marokko
Taschen
Tailfin CargoPack + 3.8L Framebag, Fidlock Top Tube, Ali-Express-Lenkertasche. Bei den Tailfin keine Kompromisse — hat sich gelohnt.
Tailfin Rahmentasche am Rose Backroad FF
Licht
Gloworm CX. Sehr hell, gute Streuung, großer Akku für theoretisch 10 Stunden Nachtfahrt. Für den Notfall — der dann zweimal eingetreten ist.
Gloworm CX Lampe — hat zweimal den Arsch gerettet
Reifen
Schwalbe Overland. Robust, passabler Rollwiderstand, guter Grip bei Trockenheit. Rückblickend wäre der G-One RX Pro besser bei Nässe gewesen.
Luxus-Item
Kleines Kopfkissen und Ohropax. Für guten Schlaf brauche ich immer ein gleiches Gefühl am Kopf und absolute Stille.
Quoc GT XC Lace Schuhe — leicht und bequem für lange Tage
Kamera
iPhone 17 Pro und Olympus mju II mit Kodak Vision3 250D. Die große Digitale blieb zuhause — ich wollte radfahren, nicht fotografieren.

Bei den Klamotten lässt sich am meisten Platz sparen. Merino ist ein absoluter Gamechanger — es fängt deutlich später an zu riechen. Oder ich bin irgendwann geruchsblind geworden. Who cares.

Be a Wise Donkey

Will ich nochmal nach Marokko? Auf jeden Fall. Aber mit einem Mountainbike statt Gravel — so kommt man an noch abgelegenere Orte. Jeder Meter, für den man arbeiten muss, lohnt sich. Die Aussicht und die Stille sind unbezahlbar.

Die Menschen dort sind unaufgeregt, aber herzlich und unglaublich gastfreundlich. Französisch sprechen sollte man können — mit Englisch kommt man nicht weit.

Unsere drei Räder in Agadir — angekommen nach 1.000 Kilometern
Schuhe auf der Fensterbank zum Trocknen in Agadir

Und am wichtigsten: macht es mit guten Freunden, um all die Eindrücke zu teilen. Das ist eine Erfahrung, die man nicht vergisst. All die Menschen, die man unterwegs trifft, sind so herzlich — wenn man selbst mit offenem Herzen fährt.

Be a wise donkey.
Das Meer bei Agadir — 1.000 Kilometer Staub abwaschen